Sachkundige für Schallpegelmessung (SFS)

Die maximale zulässige Lautstärke bei Veranstaltungen beschäftigt nicht nur die Betreiber von Veranstaltungsstätten und deren Mitarbeiter, sondern immer häufiger auch die Gerichte. Denn im Nachhinein sind Klagen auf Schadensersatz wegen erlittener Gehörschäden von Konzertbesuchern und Ruhestörung von Anwohnern nicht selten und dies oft mit Erfolg.

Erzeugte Schallpegel von Beschallungsanlagen bei Veranstaltungen können das Gehör des Publikums schädigen. Der Veranstalter hat im Rahmen seiner Verkehrssicherungspflichten in Abhängigkeit von der Höhe der zu erwartenden Pegel entsprechende Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Zu den vorbeugenden Maßnahmen zählt unbedingt die normgerechte Messung des Schallpegels.

Die entsprechende Vorgehensweise und Dokumentation ist seit November 2007 in der DIN 15905-5 festgeschrieben. Diese anerkannte Regel der Technik wird im Streitfall sehr häufig von Gerichten als Entscheidungsgrundlage herangezogen.

Lehrgangsziel

Behandelt werden in 12 übungsintensiven und praxisnahen Unterrichtseinheiten unter anderem die Maßnahmen der DIN 15905-5 zur Vermeidung einer Gehörgefährdung des Publikums. Die Lehrgangsteilnehmer erlernen den Umgang mit verschiedenen Messgeräten und können anschließend selbst den Schallpegel bestimmen. Die Besonderheit des Lehrganges liegt in der Vermittlung von praxisrelevanten Inhalten und umfangreichen Kenntnissen in Bezug auf „Lärm“: Bundes-Immisionsschutzgesetz und TA Lärm, Lärm-Vibrations-Arbeitsschutzver-ordnung und mehr.

Lehrgangsinhalte

Grundlagen Schall und Schallwahrnehmung

  • Entstehung einer Schallwelle; Schalldruck; Typische Schalldruckpegel; Frequenzbewertungskurven dB(A), dB(B), dB(C); Addition von Schalldruckpegeln; Geräuscharten – Kontinuierlicher Lärm – Impulslärm; Hörschäden; Abschätzung des Gehörschadens-Risikos

Theorie der Schallpegelmessung

  • Lärmmessungen; Bezugsperioden für die Mittelwertbildung; Maximalpegel, Taktmaximalpegel; L(t) – Zeitbewerteter Schalldruckpegel; LAeq – A-Bewerteter Äquivalenter Dauerschalldruckpegel; Messmikrofone – Aufbau und Technik; Kalibrierung und Eichung

Bundes-Immissionsschutzgesetz und TA Lärm

  • Begriffsdefinitionen; Beurteilungspegel Impulszuschlag, Zuschläge für Ton- und Informationshaltigkeit; Immissionsrichtwerte außerhalb von Gebäuden; Immissionsrichtwerte innerhalb von Gebäuden; Beurteilungszeiten; Zuschlag für Tageszeiten mit erhöhter Empfindlichkeit

Lärm-Vibrations-Arbeitsschutzverordnung

  • Tages-Lärmexpositionspegel LEX,8h; Wochen-Lärmexpositionspegel LEX,40h; Untere Auslösewerte; Obere Auslösewerte; Schutzmaßnahmen

DIN 15905-5 – Maßnahmen zum Vermeiden einer Gehörgefährdung des Publikums durch hohe Schallimmisionen elektroakustischer Beschallungstechnik

  • Der Beurteilungspegel LAr; Maßgeblicher und Ersatzimmissionsort, Korrekturwert K1 des Mittelungspegels; Korrekturwert K2 des Spitzenschalldruckpegels; Richtwerte; Schutzmaßnahmen bei Beurteilungspegel von mehr als 85 dB; Schutzmaßnahmen bei Beurteilungs- pegel von mehr als 95 dB; Das Messprotokoll; Ermittlung der Schalldosis; Obere Auslösewerte;Sch utzmaßnahmen

Schallpegelmess-Systeme

  • Rechnergestütztes Schallpegelmess-System dBmess 2009 Touring; Rechnergestütztes Schallpegelmess-System LevelCheck Pro; Handschallpegelmesser Brüel & Kjaer 2250 Light; Handschallpegelmesser Norsonic-Tippkemper GmbH, NOR131

Durchführung der Schallpegelmessung

  • Kalibrierung; Ermittlung der Korrekturwerte; Ausfüllen des Messprotokolls; Messung starten; Messung beenden; Das Haupt-Anzeigefenster dBmess 2009; Die VU-Meter dBmess 2009; Die Pegel-Übersichtsanzeige dBmess 2009; Die Schallpegeldosis-Anzeige dBmess 2009; Norsonic-Tippkemper GmbH, NOR131

Tipps zum Mischen bei 99dB

  • Planung des Veranstaltungsverlaufs; Moderation, Einlassmusik, Vorgruppe; Ruhige Stücke leise mischen / Verzerrt klingt lauter

Voraussetzungen

Die Lehrgangsteilnehmer sollten Kenntnisse in der Mathematik und Erfahrung in der Beschallungstechnik sowie in der Umsetzung von Beschallungsaufgaben mitbringen.

Wenn vorhanden, bitte eigenen Gehörschutz mitbringen.

Abschluss

Die Teilnehmer erhalten nach erfolgreich abgeschlossener interner Abschlussprüfung ein Zertifikat der EurAka Baden-Baden

Termine

SFS16.2: 19.09.2016 bis 20.09.2016

Lehrgangsort

EurAka Akademiegebäude, Breisgaustraße 19, 76532 Baden-Baden

Übernachtung

Sprechen Sie uns an, gerne helfen wir Ihnen weiter.

Kosten

390,00 Euro

  • unsere gemeinnützige Akademie ist nach § 4 Nr. 21a UstG (Steuer-Nr.: 36068/01600) von der Umsatzsteuer befreit
  • inklusive Lehrunterlagen
  • inklusive Pausengetränke (keine Bargeldauszahlung möglich)

Ermäßigungen

10 % Rabatt für

  • Alumni der EurAka und des IHK Bildungszentrums auf dem Campus der EurAka
  • Auszubildende der Berufsfachschulen der EurAka, der Louis-Lepoix-Schule und der Robert-Schuman-Schule
  • Studierende der Hochschule HWTK auf dem Campus der EurAka
  • Mitglieder der Verbände: DTHG, EVVC e.V., LaFT und BUFT

Finanzierung

Es gibt verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten der Weiterbildungsangebote der EurAka. Die Kolleginnen des Bildungsmanagements beraten Sie gerne.
Tel.: +49 7221 93-1393

Förderungsmöglichkeiten

Eine Übersicht der Förderungsmöglichkeiten finden Sie hier.

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Anmeldung

Lehrgangsbeschreibung inkl. Anmeldung im Downloadbereich oben rechts

Information und Beratung:

Event-Akademie der EurAka Baden-Baden gGmbH
Jägerweg 8, 76532 Baden-Baden
Sandy Thomas
Tel.: +49 7221 93-1320
Fax: +49 7221 93-1300
E-Mail: bildung@event-akademie.de

 

 

Ansprechpartner

Sandy Thomas
Tel: +49 7221 93 1320
Fax: +49 7221 93 1300
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Fakten

Dauer: 2 Tage
Kosten: 390 €
Nächster Termin: 19.09.2016



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Persönliche Beratung

Termin: 07.07.2016 | 16:00 - 17:30 Uhr
Ort: EurAka Baden-Baden | Jägerweg 8
Hochschule HWTK | Breisgaustraße 19
76532 Baden-Baden
Themen:

Beratung zu den Aus- und Weiterbildungen an der Event-Akademie und Studienberatung zu den Studiengängen Bachelor of Science (B.Sc.) und Business Administration (B.A.) an der HWTK